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Der Samenerguss – Super Highspeed Datenübertragung

Nichts ist schneller als der männliche Orgasmus

In der Tat ist es so, dass beim Samenerguss des männlichen Homo Sapiens, eine Datenmenge in so kurzer Zeit übertragen wird, wie in keinem Computernetzwerk der Welt.

Die Eckdaten

Ein Datenpaket, resp. ein Spermium überträgt die komplette DNA des Mannes, was in etwa 40 Megabyte Daten sind. Einerseits ist es unglaublich, wie klein der Datenspeicher für diese Datenmenge ist, andererseits muss man sich wundern, dass so ein kompletter Mensch auf schlappe 40 MB passt. Auf meinem Handy könnte ich über 800 Menschen speichern.

Der Datenspeicher schwimmt dabei in einer milchig-cremigen Flüssigkeit. Bei einer Datenübertragung werden davon ca. 2,5 ml auf den Weg geschickt.
Ja, liebe Geschlechtsgenossen, mehr ist es nicht. Das wisst ihr selber. Was ihr da in diesem Internet zu sehen bekommt, ist nicht real. Lasst euch nicht verwirren!
In einem Milliliter schwimmen ca. 100 Millionen Datenspeicher. Das ganze dauert im Schnitt gerade mal 5 Sekunden.

Ein bisschen Mathematik

Das sind doch Zahlen mit denen man rechnen kann.
In der handelsüblichen Portionsmenge befinden sich demnach 40.000.000 Bytes x 100.000.000 Einheiten/ml x 2,5 ml = 10.000.000.000.000.000 Bytes. Der Übertragungsvorgang dauert 5 sek, also kommen wir auf 2.000.000.000.000.000 Bytes/s (2 Petabytes/s). Eine 100MBit Leitung schafft im besten Fall gerade mal 12.000.000 Bytes/sek. (0,000000012 Petabytes/s). Nur mal zum Vergleich.

Allerdings sehr schlechter Datendurchsatz

Ein paar Haken hat die Sache allerdings. Die Übertragungsstrecke ist vergleichsweise kurz und in der Regel für gewöhnlich kann beim Empfänger nur ein Datenpaket verarbeitet werden. In seltenen Fällen zwei. Noch mehr sind äußerst selten. Heutzutage können die Datenpaket den Empfänger aber auch oft nicht erreichen, weil mindestens eine oder gar mehrere Firewalls eingesetzt werden. In den weitaus meisten Fällen, ist aber gar kein Empfängersystem vorhanden und der Datenstrom wird ins Null-Device geschleudert.

Das liegt unter anderem darin begründet, dass jedes Sendesystem und auch jedes Empfangssystem, unikate Prototypen sind. Keins der Systeme ist perfekt. Von jedem System gibt es je 3,5 Milliarden Stück. Wirklich kompatible Systeme finden sich sehr selten. Und wenn, dann braucht es oft Monate bis zum Verbindungsaufbau. Es muss gepingt, das Routing vereinbart und die richtige Musik gespielt werden. Erst dann können die Systeme sich miteinander verbinden. Der Verbindungsaufbau beginnt mit einem Handshake, begleitet von einem genauen Bodyscan um dann mit einem guten Plugin zur erfolgreichen Datenübertragung zu führen. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen ein Augenzwinkern reicht, um sich auf einen Verbindungsaufbau zu einigen. Oft sind die Verbindungen aber sehr schlecht, was man leider erst am nächsten Morgen merkt. Es kommt hinzu, dass mindestens eins, meistens aber beide Systeme unter Einfluss von Alkohol stehen. Der kann den Verbindungsaufbau massiv stören – bis hin zum Denial of Service.

Abschließend

Einerseits ist diese Art der Datenübertragung überwältigend. Andererseits aber nicht sehr effizient. Die Daten sind zudem redundant. Es werden also sehr viele immer gleiche Datenpakete übertragen, wovon in den meisten Fällen nicht ein Datenpaket das Empfangssystem erreicht. Ein praktischer Nutzen ist nicht zu erkennen. Wohl auch deshalb hat die Wissenschaft bisher keine Versuche unternommen, den Vorgang in Netzwerktechnologien zu implementieren.

Peter
Ich bin Peter Liebetrau und schreibe in diesem Blog, meinem Blog. Die Themen variieren von Belanglosem, Social Bla, Web Tech Zeug, Satire und manchmal sogar Kunst. Ansonsten arbeite ich als Full stack Web Programmierer, hauptberuflich wie auch nebenberuflich und als Hobby und zum Spaß.

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